Tarifvertrag baugewerbe 2018 soka bau

Die Höhe des Beitrags hängt von den Bruttolöhnen ab, die einem Industrieangestellten gezahlt werden, und hängt auch davon ab, ob sich der Hauptsitz oder der Betrieb des Unternehmens in den neuen oder alten Bundesländern befindet. Der Gesamtbeitrag zum Sozialversicherungssystem im Kalenderjahr 2018 beträgt 20,4 % in den alten Bundesländern, 17,2 % in den neuen Bundesländern und 26,55 % bzw. 23,35 % in Berlin (West) bzw. (Ost). Der Hauptteil des Beitrags (15,1%) ist für den Urlaubsfonds vorgesehen. Gewerbliche Arbeitnehmer haben Anspruch auf bezahlten Urlaub, wenn sie auf Baustellen in Deutschland arbeiten. Um einheitliche Urlaubsregelungen auf deutschen Baustellen zu gewährleisten, gelten für entsandte Arbeitnehmer auch deutsche Gesetze und Tarifverträge für die Bauwirtschaft. Dazu gehört neben dem Anspruch auf bezahlten Urlaub auch ein garantierter Mindestlohn. Dr. Torge Middendorf ist seit 2013 bei der SOKA-BAU tätig.

Er arbeitet als Ökonom und nutzt interne Daten über den Bausektor, um Forschungsfragen zu beantworten. Darüber hinaus berät er das Asset Management Team. Das Urlaubsfondsverfahren gilt auch für Arbeitgeber, die im Rahmen bilateraler Regierungsvereinbarungen tätig sind. Alle Bauunternehmen profitieren von gut ausgebildeten Mitarbeitern, aber nur etwa 25 % von ihnen bilden Mitarbeiter aus. Daher wurde 1975 die branchenweite Finanzierung der beruflichen Bildung von den Tarifparteien der deutschen Bauwirtschaft ins Leben gerufen. Ziel des Programms ist es, die Attraktivität der Berufsausbildung im Baugewerbe zu erhalten und zu fördern. Alle Bauunternehmen – auch diejenigen, die niemanden ausbilden – zahlen einen spezifischen Beitrag zur Berufsausbildung. Dieser Beitrag wird zur Finanzierung aller Ausbildungskosten in den Ausbildungsschulen verwendet. Darüber hinaus erstattet die SOKA-BAU den Unternehmen einen Großteil des Lehrlingsgehalts. Aufgrund des häufigen Wechsels von Produktionsanlagen (Baustellen) und der starken Witterungsabhängigkeit ist für die Bauwirtschaft ein regelmäßig wiederkehrender Arbeitszeitverlust charakteristisch.

Mehr als die Hälfte aller Bauarbeiter haben daher nicht ganzjährig Verträge mit einer bestimmten Baufirma, was sowohl für den Arbeitnehmer als auch für den Arbeitgeber Nachteile in Bezug auf den Urlaub mit sich bringt. Die meisten Arbeitnehmer hätten keine Möglichkeit, eine ununterbrochene Urlaubszeit in Ruhe zu nehmen. Im Gegensatz dazu würde der Arbeitgeber Gefahr laufen, den vollen Jahresurlaub sowie die entsprechende Vergütung nach sechs Monaten Beschäftigung gewähren zu müssen, auch wenn der Arbeitnehmer für das gesamte Kalenderjahr nicht beschäftigt ist. Im Rahmen des Urlaubsprogramms der deutschen Bauwirtschaft akkumuliert der Arbeitnehmer die Urlaubsansprüche, während er für verschiedene Arbeitgeber der Bauwirtschaft arbeitet. Um eine übermäßige finanzielle Belastung zu vermeiden, zahlen alle Arbeitgeber der Bauwirtschaft spezifische Beiträge an die SOKA-BAU, die zur Finanzierung der Urlaubsansprüche verwendet werden. SOKA-BAU ist der gebräuchliche Name für zwei Institutionen: den Urlaubs- und Lohnausgleichsfonds der Deutschen Bauwirtschaft (ULAK) und das Zusatzlohnsystem der Deutschen Bauwirtschaft (ZVK). Beides sind Regelungen der Tarifparteien der Deutschen Bauindustrie: Hauptverband der Deutschen Bauindustrie, Industriegwerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt und Zentralverband des Deutschen Baugewerbes. Sowohl die Bauindustrie als auch der Gerüstbau haben ein Urlaubsgeldfondsverfahren eingeführt. Die Urlaubszahlungen für den Bausektor werden von der SOKA-BAU verwaltet, das entsprechende Verfahren für den Gerüstbausektor von SOKA-GERÜSTBAU.