Muster weben mit gatterkamm

Es gibt Schulwebrahmen, Webstühle, Bandweben und das Gatterkammweben/Rigid heddle weaving. Ein Rigid heddle loom ist ein 2-Schaft-Rahmen, wodurch nicht sehr viele Mustermöglichkeiten bestehen. Und ja, bis auf wenige Ausnahmen, webt man auf dem Gatterkamm-Webrahmen meist Leinwandbindung, ABER mit einem pick-up-Stick sind unzählige faszinierende Möglichkeiten gegeben, zudem gibt es noch diverse fingermanipulierte Techniken wie z.B. Leno und mit einem Litzenstab (oder mehreren…) kann man zusätzliche Schäfte erzeugen. Alles andere als langweilig also. Der Gatterkamm beschleunigt das Weben ungemein, denn ich kann das Schiffchen direkt durch das Fach schießen und muss nicht mühsam über und unter jeden einzelnen Faden weben, wie an den meisten Schulwebrahmen. Ashford Sample IT-Zusammenbau,Vokabeln zum Weben, Was man zum Weben benötigt, Rezension zum Buch Weben Das Standardwerk, Rezension the weaver´s idea book, Ich hoffe, ihr könnt nun ein wenig besser verstehen, was die Besonderheit des rigid heddle looms, des starren Gatterkamm-Rahmens, ist. Er besticht durch seine Einfachheit und Vielseitigkeit – ich liebe dieses Weben einfach. Ist der Gatterkamm oben, werden die Lochfäden in einem Winkel über die Schussfäden angehoben, es wird jetzt unter einem Faden, über einen Faden, usw gewoben. Wenn der Gatterkamm unten ist, entsteht wieder ein Fach, die Lochfäden stehen nun in einem Winkel unter den Schlitzfäden, jetzt wird über einen Faden, unter einem Faden usw. gewoben.

Somit sind die Lochfäden die aktiven Fäden, die Schlitzfäden bleiben passiv. RHL von A-Z, Kette schären am RHL, Muster weben, Weben am RHL, Kaufberatung Rigid heddle loom Die Kettfäden werden beim Schären durch den Gatterkamm geführt. Beim direkten Schären wird der Faden doppelt durch den Schlitz gezogen, später wird einer der zwei Fäden durch das Auge/Loch links des Schlitzes geführt. Durch das Anheben des Gatterkamms entsteht dann ein sogenantes Fach, durch dass das Schiffchen geführt wird. Das ist ganz einfach, ihr benötigt dazu den sogenannten WPI. What? Es bedeutet wraps per inch, macht schon mehr Sinn, oder?! Ihr schnappt euch also ein Lineal (mit inches) und wickelt das geplante Kettgarn auf genau einen inch (2.54 cm). Dann zählt ihr die gewickelten Fäden, die wirklich dicht beieinander liegen sollten, und teilt sie durch 2. (Mehr Mathe wird´s nicht, versprochen!) Solltet ihr also 16 Fäden haben, ergibt das 8. Hier nehmt ihr den 7.5 (30/10er) Gatterkamm – oder ihr habt einen Schacht Webrahmen, dann natürlich den 8er 🙂 Der Gatterkamm ist der richtige, dessen Ergebnis am nächsten liegt. Es gibt auch total stylishe Tools, die schon Aussparungen für einen Inch bzw. einen halben (der untere) haben oder auf Linealgröße drei Gatterkämme nebeneinander liegen (links 12.5, mittig 10, rechts 7.5). Diese zwei Tools sind nice to have, kein muss, ich liebe sie aber sehr und geb sie nicht mehr her.

Ein Lineal tut es aber völlig. Bei Webrahmen z.B. von Schacht gibt es statt 7.5 dpi 8 dpi, das liegt daran, dass Schacht direkt in inches rechnet, Ashford vom metrischen cm-System in inches umrechnet. Diese kleinen Abweichungen sind aber nicht wirklich dramatisch. Ihr nehmt immer den Gatterkamm, der bei eurer Messung am Lineal oä.